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Spitzing 2010
Landkreis Cham/Spitzingsee. Es ist bereits eine Tradition der Bayerischen Sportjugend (bsj), dass die erste Mitarbeiterbildungsmaßnahme des Jahres in Spitzingsee stattfindet. So auch 2010, als rund 50 Übungsleiter/-innen aus den Vereinen des Landkreises wieder eine Woche zum BLSV Haus BergSee aufbrachen, um neben zahlreichen theoretischen Informationen rund um die Vereinsarbeit auch die praktische Weiterbildung nicht zu kurz kommen zu lassen. Diesmal standen die Grundlagen im Vereinsmanagement im Fokus des Lehrgangs.
Lehrgangsleiter Rainer Schmid begrüßte die Teilnehmer und stellte die organisatorischen Aspekte der Veranstaltung und das Wochenprogramm vor. Hierbei wurde er vom bsj-Vorsitzenden Hubert Lauerer und Bernhard Altmann unterstützt.
Eine wichtige Belehrung für die kommende Woche erhielten alle Skifahrer durch die Skilehrer Manfred Dietl und Gerhard Richter in puncto Pistenregeln (was ist bei einem Unfall zu tun – Zeugen festhalten… ). Schließlich wurde ja der sportpraktische Teil der Mitarbeiterausbildung durch Skifahren abgedeckt.
Anschließend stellten sich die Teilnehmer paarweise gegenseitig vor, nachdem sie sich über beschriftete „Waschglubberl“ wie z.B. „Asterix“ und „Obelix“ gefunden hatten. Kurzweilig wurde es dann noch beim „Who is Who“, bei dem in Tischgruppen Fragen über die bsj und die Mibi Spitzing zu lösen waren. Nach der Siegerehrung, bei der Geräuchertes, Käse und Brot schnell einen Abnehmer fanden, stimmte man sich schon mit den Musikanten Steff und Done auf eine lehrreiche Woche ein.
Am ersten Tag nach der Anreise wurden die Teilnehmer je nach skifahrerischen Können in Gruppen eingeteilt und den Skilehrern Sepp (Bäbbäb) Aschenbrenner, Werner Schell, Sepp Daschner, Martin Wanninger, Manfred Dietl und Gerhard Richter zugewiesen. Nach dem Tag auf der Piste folgte ein erster Erfahrungsbericht von Harald Jucht (ASV Cham) über die im letzten Jahr gestartete Kindersportschule, dem ein kurzer Anleitungskurs über Skipflege folgte. Hubert Lauerer stellte das Jahresprogramm der bsj vor und wies darauf hin, dass dieses auch auf der Internetseite www.bsj-cham.de jederzeit einsehbar ist. Nach dem Abendessen wurde ein Spieleabend veranstaltet. Brett-, Gemeinschafts- und Konzentrationsspiele, oftmals nicht mehr bekannte Kartenspiele, wurden mit Feuereifer gespielt. Nur durch die traditionelle "Spitzingtaufe", ein Sketch vorgetragen von den Skilehrern, bei dem die Teilnehmer, die zum ersten Mal bei dieser Fortbildung teilnahmen, in die Spitzinggemeinschaft aufgenommen wurden, fand eine kurzweilige Unterbrechung statt.
Gerhard Richter vom Skigau Bayerwald referierte über Verhaltensregeln auf der Piste.
Aufmerksam nahmen die Teilnehmer am Unterrticht teil.
Am Dienstag und Mittwoch fanden nach den Schulungen auf dem Hang Unterrichte durch die Referentin Tine Gallasch statt. Der vorletzte Lehrgangstag wurde wieder in den jeweiligen Skigruppen auf der Piste verbracht. Es folgte nach dem Abendessen eine Fackelwanderung. Nach kurzer Belehrung über Aufsichtspflicht und Haftung bei Jugendlichen führte der Weg zur „Unteren Firstalm“, bei der weiterer Erfahrungsaustausch unter den Vereinsmitarbeitern stattfand.
Der Freitag stand dann nochmals im Zeichen der alpinen Technikschulung, wobei sich an diesem letzten Tag alle Gruppen zum Abschluss auf der Osthangalm trafen.
Die Spitzingteilnehmer 2010 stellen sich zu einem Gruppenfoto.
Am Abend dann präsentierten die einzelnen Skigruppen ihre eigens erarbeiteten Sketche. Kreativ und unterhaltsam gab es da ein „kommunikatives“ Kreuzworträtsel für die Teilnehmer zu lösen. Desweiteren verursachten „Bayerisch-Englisch“-Konversationen sowie nachgestellte Skigruppen wahre Lachsalven. Einer originellen Gesangseinlage folgte sogar eine „Spitzinghochzeit“ eines neuen Skilehrers, die noch Unterstützung eines „alten Spitzingehepaars“ erfuhr. Die Teilnehmer waren nach einer (teilweisen) kurzen Nacht am Samstag morgen nicht nur wegen des vielen Neuschnees überrascht, sondern dass eine ereignisreiche Woche so schnell zu Ende ging.
Bayerisch für Einsteiger am Abschlussabend
Bereits auf der Rückfahrt im Bus wurde deutlich, dass die Übungs- und Jugendleiter aus dem Landkreis Cham bei dieser Mitarbeiterbildungsmaßnahme zahlreiche Anregungen und wichtige Tipps mit in die Heimatvereine und die Jugendarbeit nehmen. Der wieder hervorragenden Organisation von Rainer Schmid und der tatkräftigen Unterstützung der weiteren bsj-Mitglieder, die die Maßnahme mitgestaltet hatten, ist es zu verdanken, dass viele Teilnehmer bereits gespannt auf die Themen der Spitzingmaßnahme 2011 warten.
(Hubert Lauerer - bsj Cham)
Grundlagen
im Vereinsmanagement
Fortbildung der Bayerischen
Sportjugend in Spitzingsee/Obb.
Landkreis Cham. Beim traditionellen Spitzinglehrgang der Bayerischen Sportjugend standen heuer Grundlagen im Vereinsmanagement als Schwerpunktthema auf dem Programm. Mit Christine Gallasch konnte eine sehr kompetente und erfahrene Referentin verpflichtet werden. Sie unterrichtet bei der Bayerischen Akademie für Erwachsenenbildung in München und ist insbesondere in der Vereinsmanager C-Ausbildung aktiv. Zu Beginn stellte sie den Teilnehmern die Akademie vor und gab einen Einblick in die breite Angebotspalette.
Hauptthema des ersten Tages war der Bereich Kommunikation. Dabei als Schwerpunkt, wie Kommunikation funktioniert und warum bei der Kommunikation Missverständnisse auftreten können. Es folgte ein breit angelegtes Grundlagenreferat, in dem Anteile der Sendung und Wahrnehmung bei der Kommunikation, die Frage, was geschieht eigentlich bei der verbalen Kommunikation und der Bereich, was sollen Frauen und Männer bei der Kommunikation beachten, ausführlich behandelt wurden. Zum Abschluss dieses Komplexes erhielten die Teilnehmer den Auftrag, verschiedene Sachsituationen (z.B. sagt die Frau zum Mann im Auto: „Die Ampel ist grün!“) unter Einbeziehung der Teilaspekte Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell darzustellen. Die Ergebnisse wurden dann im Plenum vorgestellt und diskutiert.
Der nächste Themenkomplex war überschrieben mit Versammlungstechniken, Hinweise zur Durchführung von Sitzungen und Versammlungen. Gallasch zeigte zunächst auf, wo Grundlagen für die Vereinsführung zu finden sind und referierte kurz über die gesetzliche und satzungsrechtliche Relevanz. Was ist bei der Einladung zu berücksichtigen? Wie schaut die optimale Sitzordnung in einer Versammlung aus? Welchen Einfluss hat die Sitzordnung auf die Kommunikation? Was muss eine vollständige Mitgliederversammlung enthalten? Wie ist die Zeit für jeden Tagesordnungspunkt einzuteilen? Was muss wie im Protokoll festgehalten werden? Nachbereitung – was ist noch zu tun? Christine Gallasch gab Antwort auf all diese Fragen und konnte den Teilnehmern wertvolle praktische Tipps für den eigenen Verein geben.
Die Referentin Christine Gallasch bei ihrem Vortrag.
Der zweite Tag begann mit einer Information über die Einsatzmöglichkeiten eines FSJ`ler im Verein. Die Referentin zeigte auf, wie man einen jungen Menschen, der sein „freiwilliges soziales Jahr“ im Sportverein verbringen will, sinnvoll einsetzen kann und welche ganz unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten es dabei gibt. Unterstützt wurde Frau Gallasch dabei von Harald Jucht, dem Hauptjugendleiter des ASV Cham, der als einziger Sportverein im Landkreis eine FSJ-Stelle besetzt hat. Es folgte eine rege Diskussion unter den Vereinsvertretern über diese Projekt der Bayerischen Sportjugend.
Nach dem Abendessen wurden noch die Themenbereiche „Ideenfindungstechniken“, Präsentationstechniken“ und „Controlling im Sportverein“ behandelt. Besonders der letzte Bereich „Controlling“ fand bei den Teilnehmer großen Zuspruch. Die Referentin führte zunächst eine Begriffsklärung durch und erläuterte die Grundlagen des Controllings. Dabei unterschied sie zwischen Strategischem und Operativem Controlling. Im Bereich Operatives Controlling ging sie speziell auf Finanzmanagement, Rechnungswesen, Planung und Kontrolle und mitgliederbezogenes Controlling ein. Auf die Vereinsführung bezogen heißt Strategisches Controlling: Wie ist die grundsätzliche Ausrichtung des Vereins? Wie können Angebot und Bedarf aufeinander abgestimmt werden? Wie können entsprechende Kapazitäten aufgebaut werden? Das Operative Controlling umfasst demnach die Bereiche: Tägliche Führung des Vereins, Abwägung von Aufwand und Nutzen, Nutzung von Kapazitäten. Ziel muss in beiden Fällen sein, die „richtigen Dinge zu tun“. Die Teilnehmer mussten nun zu dem Thema: „Wie reagieren wir auf den zunehmenden Mitgliederschwund in einer fest definierten Altersgruppe?“, eine Umfeld- und Vereinsanalyse vornehmen, sowie ein Leitbild und daraus resultierende Strategien für den Verein entwickeln. Nach einer gut 30 minütigen Erarbeitungsphase wurden dann die Ergebnisse im Plenum präsentiert.
Hubert Lauerer, der
Vorsitzende der bsj im Landkreis Cham, verabschiedete zum Schluss die
Referentin und überreichte Christine Gallasch den aktuellen Jahreskalender
2010 der Bayerischen Sportjugend. Die Übungs- und Jugendleiter aus dem
Landkreis Cham verabschiedeten die Referentin mit viel Applaus, wurden
ihnen doch viele nützliche Informationen bezüglich ihrer Vereinsarbeit
vermittelt.
bsj-Vorsitzender Hubert Lauerer und Lehrgangsleiter
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(Hubert Lauerer - bsj Cham)
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Upd2010-02-16 |
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