Bergauf, bergab

 

In den Bergen gewandert sind wir ja alle schon mal. Wie man sich aber richtig verhält, auf was man achten sollte und dass Berge nicht nur zum Wandern da sind – all das erfuhren die Teilnehmer bei der Fortbildung „Bergauf, bergab“ am Hohenbogen im Bayerischen Wald.

  

  

Weit abseits von Turnhalle und Sportplatz fand am Hohenbogen eine Fortbildungsmaßnahme der etwas anderen Art statt. Ziel war es, die Teilnehmer Bergluft schnuppern zu lassen und sie auch für die Gefahren, die dort lauern, zu sensibilisieren. Damit das passieren konnte, musste man aber erst mal rauf auf den Berg. Trotz eher ungemütlicher Wetterverhältnisse machte sich die Gruppe also mit GPS-Geräten bewaffnet daran, den Gipfel zu stürmen. Schnell ist man versucht, die modernen GPS-Geräte mit dem Auto-Navi gleich zu setzen. Aber auch wie beim Auto fahren darf man sich auch bei der Orientierung mit GPS nicht immer nur auf die Technik verlassen, sondern muss auch Köpfchen beweisen, betonte Gerhard Stöckl vom Deutschen Alpenverein. Auf der Bergstation angekommen, erwartete die etwas unterkühlte Truppe nicht nur eine gemütliche Hütte, sondern auch eine „kleine Wetterkunde“. Besonders wichtig war hier, die Gefahren von Wetterumschwüngen zu erkennen und – wenn nötig – rechtzeitig reagieren zu können. Anschließend folgte ein „Erste-Hilfe in den Bergen“-Crashkurs. Ob verstauchter Knöchel, gebrochener Arm oder Schürfwunden - problematisch sind meistens die eingeschränkten Mittel, die in solchen Situationen zur Verfügung stehen. Deshalb gab Mario Binder von der Bergwacht neben bekannten Erste-Hilfe-Maßnahmen vor allem Tipps zur richtigen Ausrüstung, die speziell beim Wandern nicht zu viel wiegen, aber trotzdem das wichtigste Equipment beinhalten sollte.

 

 

Nach diesen eher ernsthaften Themen am ersten Tag, stand Tag zwei ganz unter dem Motto „Hauptsache Spaß macht‘s!“. In verschiedene Gruppen eingeteilt traten die einen beim Sommerbiathlon mit Nordic-Walking und Lasergewehrschießen an und die anderen versuchten sich als Skispringer. Vor allem das Springen war nichts für Angsthasen, denn schließlich setzten die Ski nach dem Absprung erst nach 150 Meter wieder auf festem Boden auf. Wie bei den Profis gab es natürlich auch Haltungsnoten für Flug und Landung. Gar nicht so leicht, einen sauberen Sprung hinzulegen. Nach diesen beiden Disziplinen und einem nahezu Punktegleichstand beider Teams sollte ein Rennen die Entscheidung bringen. Die Fahrer mussten mit Graskarts, die sehr stark an übergroße Kettcars erinnern, todesmutig den ziemlich holprigen Skihang hinunter rasen und wurden dabei ordentlich durchgeschüttelt. Leider konnte am Ende keines der beiden Teams den Sieg für sich verbuchen und so endete der kleine Wettstreit mit einem Unentschieden.

  

  

  

  

Die Fortbildung wurde organisiert vom der BSJ Cham und dem BSJ-Bezirk Oberpfalz in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein, der Bergwacht und der Erlebnisakademie.

 

 

(Anja Plank)

 

 

 

zu den Berichten 2010

Upd2010-06-16