30 Clubassistenten wurden ausgebildet

Ausbildungsreihe der Bayerischen Sportjugend im Landkreis Cham

Die Bayerische Sportjugend (bsj) im Landkreis Cham bildete unter der Leitung von Birgit Daschner 30 neue Clubassistenten in der Jugendherberge in Furth im Wald aus. Die Ausbildung zum Clubassistenten  beinhaltet 32 Unterrichtseinheiten sportbezogener und überfachlicher Jugendarbeit, die für eine spätere ÜL-J Ausbildung anerkannt werden.

 

Der Vorsitzende der bsj im Landkreis Cham Hubert Lauerer und Lehrgangsleiterin Birgit Daschner  begrüßten die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren aus den verschiedensten Vereinen des Landkreises Cham.

 

Im Anschluss klärte Rainer Schmid (bsj) auf: Was ist eigentlich ein „Clubassistent“? Was ist ein Übungsleiter? Ebenso machte er deutlich, wer die Bayerische Sportjugend (bsj) ist, welche Aufgaben sie, welche Aufgaben der  Kreisjugendring und der Bayerische Landessportverband Cham im Landkreis erfüllen, welche Zuschuss- und Ausleihmöglichkeiten bestehen. Eva Lohberger, Jugendsprecherin in der bsj, referierte anschließend über die „Juleica“ (Jugendleiterkarte). Welche Vorteile bringt sie? Wie muss sie beantragt werden. Im Anschluss informierte David Messerer (bsj) die Teilnehmer ausführlich über das Jugendschutzgesetz und seine Neuerungen. Den Abend beschlossen dann Eva Lohberger und David Messerer mit einer Vielzahl von Kennenlern- und Eisbrecherspielen, die die Jugendlichen einmal selber anwenden können.

 

Die Teilnehmer beim Lösen von Gruppenaufgaben.

 

Am Samstag-Vormittag ging es zu Uli Stöckerls Unterwasserstation. „Methodik der Ausbildung“ am Beispiel einer Exkursion im Freien war angesagt. Dabei konnten die Teilnehmer/innen bereits in die Rolle eines Leiters schlüpfen und dabei die Kontrolle über eine Gruppe üben, z. B. wie verhält man sich bei auffälligen oder lustlosen Teilnehmern. Der Beginn einer Ausbildung, die praktische Durchführung einer Station sowie der Abschluss einer Veranstaltung waren zentrale Themen der Schulung. Dabei musste jeder Teilnehmer frei vor der Gruppe sprechen und sich nachher der Kritik aller stellen. Jeder Teilnehmer wurde dabei gefilmt und konnte sich später selbst via Beamer beobachten.

 

Nach dem Mittagessen startete das Programm mit einem Referat von Hubert Lauerer über „Rhetorik“ . Dabei gab er den Teilnehmern wertvolle Tipps, wie sie überzeugend und sicher in der Öffentlichkeit auftreten können. Wie Gestik, Mimik, Sprechweise, Verhalten bei Zwischenrufen und Möglichkeiten das Lampenfieber in den Griff zu bekommen sind, wurden ausführlich anhand von konkreten Beispielen erörtert. Dabei half natürlich die Methodikausbildung im Further Wildgarten  zuvor, weil dort jeder Teilnehmer praktisch erlebt hatte, wie schwierig es eigentlich ist, vor einer Gruppe zu sprechen.

 

Zum Abschluss des ersten Lehrgangswochenendes war dann Sportpraxis angesagt. Alois Kreis, Sportlehrer an der RS Bad Kötzting, führte die Teilnehmer in die Kunst des Ropeskippings ein. Von den Grundlagen bis zum Double-touch und einer Abschlussaufführung jeder Gruppe wurde die ganze Palette dieser schweißtreibenden Sportart aufgezeigt.

 

Am zweiten Wochenende begann der Lehrgang mit einem Referat von Lehrgangsleiterin Birgit Daschner. Sie referierte über „Aufsichtspflicht in der Vereinsarbeit“: Wer haftet bei Verletzung der Pflichten? Was gilt es zu beachten, wenn eine Jugendgruppe vereist? Welches sind die allgemeinen rechtlichen Grundlagen. In praktischen Fallbeispielen wurde das theoretische Wissen vertieft. In diesem Ausbildungsblock wurde auch ausführlich auf die Rechte und Pflichte eines Jugendleiters eingegangen.

 

Nach all der Theorie stand dann der restliche  Freitagabend ganz im Zeichen des Sportes. Der ehemalige Juniorenjonglierweltmeister Peter Gerber  brachte den Teilnehmern in gekonnter Manier Jonglieren in Theorie und Praxis nahe. Die Jugendlichen jonglierten mit zwei bis vier Bällen, Keulen, Chiffontücher, Diabolos und übten  Tellerdrehen auf dem Stab solange bis es ein jeder beherrschte. Der Lehrmeister selbst erntete nach einer kleinen Vorführung tosenden Applaus.

 

Am Samstagvormittag erhielten die Jugendlichen von Bernhard Nagelschmidt vom Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes Cham und der Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Silke Schell wertvolle Informationen über Bereiche des Jugendschutzes.  Die Gefahren des Internets wurden ebenso anschaulich aufgezeigt wie Risiken im Umgang mit Handys und Foren. Vertieft wurde das neu Gelernte bei einer Gruppenarbeit. Ebenso gingen die Referenten auf die Prävention vor sexueller Gewalt ein und informierten die interessierten Jugendlichen ausführlich und immer angereichert mit praktischen Fallbeispielen.

 

David Messerer, Jugendsprecher der bsj referierte dann nach dem Mittagessen  zum Thema „Planung und Durchführung einer Vereinsmaßnahme“. Unter Anleitung bzw. im Rahmen einer Gruppenarbeit erfolgte eine detaillierte Ausarbeitung: Wohin soll es gehen? Wer fährt mit (Betreuung bzw. Teilnehmerkreis)? Wann soll die Einladung bzw. Ausschreibung erfolgen (zeitlicher Rahmen)? Welche Kosten entstehen? Welche Risiken können auftreten?

 

Zum Abschluss des Lehrganges ging es dann nochmal in die Dreifachturnhalle. Dort vermittelte Kick Bo Trainer Karl Schmid aus Roding die Grundlagen dieser Trendsportart. Nach einem lockeren „Warm Up“ zu peppiger Musik, erfolgte eine Schulung im richtigen Musikhören, damit die „punchs and kicks“ bestens ausgeführt werden konnten. Nach schweißtreibenden zwei Stunden waren einige buchstäblich am Ende und wunderten sich über Muskeln, die sie vorher nicht gekannt hatten.

 


Die Teilnehmer beim Kick Bo mit Referent Karl Schmid.

 

Zum Abschluss der Ausbildungsreihe bedankte sich der Vorsitzende der Bayerischen Sportjugend im Landkreis Cham Hubert Lauerer sowie Lehrgangsleiterin Birgit Daschner bei den Teilnehmern für ihr Engagement und die gute Mitarbeit. An alle konnten die Urkunden für den bestandenen Lehrgang sowie die Jugendleiterausweise überreicht werden. Mappen mit Unterrichtsmaterialien und Skripten für ihre Jugendarbeit in den Sportvereinen sowie ein kleines bsj-Präsent bekamen die Teilnehmer noch zusätzlich an die Hand. Die Teilnehmer bedankten sich mit einem großen Applaus bei den Verantwortlichen für den gelungenen Lehrgang.

 

Gruppenfoto der erfolgreichen Teilnehmer mit Lehrgangsleiterin

Birgit Daschner, bsj-Cham-Vorsitzendem Hubert Lauerer und

bsj-Cham-Jugendsprecher David Messerer. 

 

 

(Hubert Lauerer - bsj Cham)

 

 

zu den Berichten 2009

Upd2009-10-04