Abendseminar 2009

 

Cham. "Umgang mit schwierigen Kindern in der Vereinsarbeit" lautete das Thema des Abendseminars zu dem die Bayerische Sportjugend im Landkreis Cham sowie der Kreisjugendring und das Sportreferat eingeladen hatten. Über 40 Jugend- und Übungsleiter aus den Vereinen des Landkreises waren zu diesem Informationsabend, an dem Dipl. Soz.- Päd. (FH) Sybille Pritsch referierte, gekommen.


Vor allem die Veranlagung eines Kindes sowie dessen Umwelt, wie zum Beispiel das Elternhaus oder Freunde, welche ein Kind in der Entwicklung unmittelbar beeinflussen, seien vorrangig ursächlich für ein mögliches Fehlverhalten. Seine psychische Not drücke ein Kind durch Verhaltens- und Kontaktschwierigkeiten aus, jedoch sei dies keinesfalls als persönliche Abneigung des Kindes zu verstehen. Vielmehr handele es sich um einen Hilfeschrei.


Auch die Vereinsvertreter waren an diesem Abend gefragt. In Gruppen diskutierten Sie Erfahrungen und Probleme in der Vereinsarbeit und verschiedene Wege, mit schwierigen Situationen wie aggressives Verhalten der Kinder und Jugendlichen umzugehen. Die Referentin beteiligte sich an den Diskussionen und entwickelte die verschiedenen Möglichkeiten mit den Teilnehmern, sodass sich am Ende ein Strauß an Handlungsalternativen bot. Wichtig sei dabei, das Kind ernst zu nehmen. Dazu gehöre auch, Verantwortung zu übertragen und Lob auszusprechen. Fehlverhalten, ob körperlich oder verbal, solle nicht breitgetreten werden. Eine ruhige aber bestimmte Anmerkung des Übungsleiters und dessen konsequentes Verhalten im Bezug auf in der Gruppe entwickelte und gültige Regeln sollten an der Tagesordnung sein. Reichen diese Maßnahmen nicht aus könne auch ein Gespräch des Übungsleiters mit den Eltern des Kindes in Betracht gezogen werden. Jedoch sollte auch dieses von dem Gespräch wissen, damit es sich nicht übergangen fühlt und keinen Vertrauensbruch erleidet.

 

 

Mit Hilfe eines Problemlösungsmodells bearbeiteten die Teilnehmer auch einen aktuellen Fall von Fehlverhalten.

 

(v.l.n.r.) Karlheinz Sölch, Hubert Lauerer, Sibylle Pritsch, Simon Frank, Rainer Schmid


Hubert Lauerer, Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend im Landkreis Cham, bedankte sich bei Dipl. Soz.-Päd. Sybille Pritsch für den interessanten und lehrreichen Vortrag. Mit dem neuen Wissen fällt es den Teilnehmern nun bestimmt leichter, in schwierigen Situationen in der Sportgruppe richtig zu reagieren und auch mit schwierigen Kindern umzugehen und diese zu integrieren.

(Sabrina Lugauer - bsj Cham)

 


 

Cham. Die Kooperation der Bayerischen Sportjugend (BSJ) im Landkreis Cham, des Kreisjugendrings und des Sportreferats im Landratsamt hat im BRK-Haus ein Abendseminar veranstaltet. Dipl. Soz.-Päd. (FH) Sibylle Pritsch referierte vor Jugendleitern und Jugendbeauftragten der Vereine über den Umgang mit schwierigen Kindern in der Vereinsarbeit.

 

Als Ursache für das Fehlverhalten stehen Veranlagung und Umwelt im Vordergrund. Elternhaus, Kindergarten, Schule und Freundeskreis beeinflussen das Kind in der Entwicklung. Treten Verhaltens- und Kontaktschwierigkeiten auf, ist dies der Hilfeschrei eines seelisch gestörten und psychisch in Not geratenen Kindes. Dipl. Soz.-Päd. (FH) Sibylle Pritsch sagt: „Es ist wichtig, dass Sie das Fehlverhalten nicht als persönlichen Angriff sehen“.

 

In Gruppenarbeit diskutierten die Teilnehmer über die bisherigen Probleme im Verein und über die Umgangsweise mit Aggressions-/ Störverhalten. Allen Teilnehmern wurden anschließend die Lösungsansätze für die „Problemfälle“ vorgestellt. Gemeinsam mit der Referentin erarbeiteten die Anwesenden mögliche Reaktionen auf das Fehlverhalten. Wichtig ist es den „Problemkindern“ Verantwortung zu übertragen, dies entlastet den Jugendleiter zum Einen und vermittelt dem Kind „Das traue ich dir zu“. Auf Fehlverhalten soll zwar hingewiesen werden, jedoch ist Lob genauso wichtig. Dadurch wird das positive Verhalten verstärkt: „ Jedes Kind hat etwas gutes“ weiß Dipl. Soz.-Päd. Sibylle Pritsch. Mit den Kindern feste Richtlinien und Regeln, auch mit Konsequenzen zu erarbeiten erleichtert die Vereinsarbeit. Bei verbaler Entgleisung sollen die Jugendleiter Ruhe bewahren und nur kurz anmerken „solche Wörter gibt’s bei mir nicht“. In besonders schwierigen Fällen ist ein Gespräch mit den Eltern unumgänglich, jedoch nur in Mitwisserschaft des Kindes, da das Kind sonst einen Vertrauensbruch sieht.

 

Als letzten Punkt der Veranstaltung behandelten die Teilnehmer einen aktuellen Fall von Fehlverhalten anhand des „Problemlösungsmodells“.

Hubert Lauerer vom BSJ Kreis Cham dankte der Referentin Dipl. Soz.-Päd. Sibylle Pritsch für den Vortrag.

 

(Daniela Ederer)

 

 

 

zu den Berichten 2009

Upd2009-04-01