Heidelberger Ballschule

 

Weiding. In einer gemeinsamen Veranstaltung stellten die Bayerische Sportjugend (bsj) und der Arbeitskreis Schulsport in Zusammenarbeit mit dem Sportreferat am Landratsamt Cham, hier war federführend Karlheinz Sölch beteiligt, rund 90 Interessenten das Konzept der Heidelberger Ballschule in der Chambtalsporthalle in Weiding vor.

  

Gastgeber der Veranstaltung, Bürgermeister Karl Holmeier, begrüßte neben Referenten Dr. Daniel Memmert von der Universität Heidelberg und den Organisatoren Karlheinz Sölch und Hubert Lauerer (bsj, AK Schulsport) auch die zahlreichen Teilnehmer, bestehend aus Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Lehrern sowie vielen Übungs- und Jugendleitern aus den Sportvereinen des Landkreises.

 

Dr. Daniel Memmert stellte zunächst in einem theoretischen Block das Konzept der Heidelberger Ballschule vor, das im Wesentlichen darauf abzielt, Kinder nicht zu früh in eine bestimmte „Sportschiene“ zu zwängen, sondern viel mehr die grundlegenden Fähigkeiten im Ballsport zu schulen, die später in den verschiedensten Sportarten wichtig sind. Es sei, nicht nur im sportlichen Bereich, wissenschaftlich erwiesen, dass man zum Beispiel gerade durch beiläufiges Lernen wesentlich größere Erfolge erzielen könne als durch die strikte Vorgabe eines bestimmten Verhaltens oder eines konkreten Lösungswegs – eigene Erfahrungen prägen sich immer besser ins Gedächtnis ein als Vorgegebenes, sodass gerade eigenen Erfahrungen in verschiedenen Situationen besser übertragen werden können und eine bestimmte Problemlösung leichter geht. Auch zeige sich, dass heute sehr berühmte und kreative Ballsportler in ihrer frühen Kindheit nicht eine gewisse Sportart favorisierten, sondern viel mehr einfach Spaß an der Bewegung hatten. Die Heidelberger Ballschule möchte das „ABC des Spielens“ an Kinder von fünf bis acht Jahren im Rahmen einer ganzheitlichen Ausbildung vermitteln und vielseitiges Erleben und Wahrnehmen von Sportspielsituationen schulen.

 

 

Um das Konzept auch in den Sportvereinen, Schulen und Kindergärten umzusetzen bietet die Ballschule Kooperationen mit den jeweiligen Institutionen an. Mehr zu den Inhalten des Konzepts und den Bedingungen der Kooperation sowie Ansprechpartner sind auf der Internetseite www.ballschule.de einzusehen.

 

 

 

Übungen zu den einzelnen Schwerpunkten durften die Teilnehmer im Anschluss an den theoretischen Teil dann natürlich gleich selbst ausprobieren. Was sich vorher recht logisch und eigentlich gar nicht so schwierig angehört hatte war plötzlich eine Herausforderung: Bälle von einer Richtung fangen, in eine andere weiterwerfen und wieder in eine andere Richtung zu laufen erfordert doch eine große Koordinationsfähigkeit. Auch mit einem Hockeyschläger einen Ball übers Feld zu manövrieren, während andere Bälle in die entgegengesetzte Richtung rollen oder sich zwei Bälle gleichzeitig zuzupassen und zuzuwerfen erfordert viel Geschick.

 

 

 

 

 

Sehr viel Spaß haben die Übungen vor allem den Kindern des SV Weiding gemacht, was beweist, dass es nicht immer eine konkrete Sportart sein muss – allein der Umgang mit dem Ball macht Spaß.

 

 

Am Ende der Veranstaltung bedankten sich Karlheinz Sölch und Hubert Lauerer bei Dr. Memmert für die anschauliche und kurzweilige Präsentation des Projektes und die spannende Umsetzung verschiedener Übungen mit kleinen Präsenten.

 

 

(Sabrina Lugauer - bsj Cham)

 

 

 

zu den Berichten 2008

Upd2008-02-20