Workout "Drogen – Selbstverteidigung"
Die Bayerische
Sportjugend (bsj) veranstaltete vergangenen Samstag für Jugendliche,
Clubassistenten und Übungsleiter im Gleißenberger Rathaus einen Workshop unter
dem Motto "Drogen und Selbstverteidigung". Der Vormittag wurde hierbei dem
Schwerpunktthema Drogen und deren Auswirkungen gewidmet und der Nachmittag stand
dann in der Gleißenberger Mehrzweckhalle für Übungen zur Selbstverteidigung zur
Verfügung. Birgit Daschner, die Verantwortliche der bsj für diese Veranstaltung,
hatte für beide Themen Spezialisten von der Grenzpolizeiinspektion Furth im Wald
eingeladen. Gleißenbergs Bürgermeister Josef Christl und der Kreisvorsitzende
der bsj-Cham, Hubert Lauerer, konnten 22 interessierte Jugendliche und
Übungsleiter im Sitzungssaal des Rathauses begrüßen. Den Grußworten von Christl
und Lauerer konnte man bereits entnehmen, dass das Thema Drogen auch auf dem
Lande keineswegs mehr zu unterschätzen sei und sie freuten sich, dass die
Jugendlichen durch ihr Erscheinen auch Interesse an dem brisanten Thema zeigten.

Die Drogenbeauftragte der GPI Furth im Wald, Kerstin Pongratz, referierte
anschließend mit Unterstützung von Manfred Dietl, ebenfalls GPI Furth im Wald,
über 'weiche' und 'harte' Drogen wie zum Beispiel Cannabis, Ecstasy oder
Amphetamin ('Speed'). Man erhielt einen Einblick über den Drogenanbau, die
Herstellung, den Handel und Vertrieb sowie die Ein- oder Ausfuhr, wobei auch die
Grenzeinfuhr im Landkreis Cham erwähnt wurde. Kerstin Pongratz stellte in natura
verschiedene Drogen vor und machte auch auf die gängigsten Partydrogen
aufmerksam. Des Weiteren berichtete Pongratz über die Folgen und Risiken der
Drogen genauso wie über die Strafverfolgung und das Betäubungsmittelgesetz. Zur
Unterstützung ihrer Aussagen hatte sie genügend Bildmaterial von
Drogenabhängigen dabei, welches eine entsprechende abschreckende Wirkung zeigte.
Neben den vielen interessierten und beantworteten Fragen erhielt man auch noch
zahlreiche Ratschläge. Unter Anderem wurde man darauf hingewiesen, dass man bei
Partys oder in Diskotheken auf die eigenen Getränke aufpassen soll, oder wie man
erkennt, dass jemand Drogen nimmt und wie man sich dann verhalten soll.

Nach der Mittagspause begaben sich die Gäste in die Gleißenberger
Mehrzweckhalle, wo Selbstverteidigung mit Prävention, Abwehr von Angriffen,
Schulung des selbstbewussten Auftretens und das erfolgreiche zur Wehr setzen in
bedrohlichen Situationen, auf dem Programm standen. Die Referenten Josef Plötz
(GPI Furth im Wald) und Doris Klingseisen (Jujutsu-Verein) zeigten viele
verschiedene Möglichkeiten wie man einem Angreifer entgegenwirken kann.
Zahlreiche mögliche Angriffssituationen wurden durchgespielt und nachgestellt,
was besonders für Frauen, die mit Krafteinsatz nicht allzu viel bewirken können,
von großem Nutzen war. Richtiges Fallen wurde hierbei genauso geübt, wie die
Abwehr von einfachen 'Schlägen', Angriffe von hinten oder Angriffe von mehreren
Tätern. Zuerst wurde theoretisch die jeweilige Situation durchgesprochen,
erklärt und vorgezeigt, und anschließend konnten die Teilnehmer im Wechsel mit
einem Partner alles selbst ausprobieren. Abschließend wurden die Jugendlichen
darauf hingewiesen, dass man die Abwehr stetig üben sollte, da auch auf dem
Lande Übergriffe jeglicher Art leider keine Einzelfälle mehr sind. Des Weiteren
sollte auch jeder Angriff der Polizei gemeldet werden.



Am späten Nachmittag
fand dann die für die Teilnehmer äußerst interessante und lehrreiche
Veranstaltung ihr Ende und alles in allem war es von der bsj-Cham ein weiterer
wichtiger Beitrag zur Aufklärung und Fortbildung der Jugendlichen. Ein
besonderer Dank ging von der bsj-Cham zum Schluss noch an Birgit Daschner für
die hervorragenden Organisationsarbeiten.
(www.gleissenberg.de)
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