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Alte Straßenspiele - neu entdecktZeitvertreib wie zu Omas Zeiten
Von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr konnten die interessierten Sportler, die in sechser Teams antraten, einen Parcours von alten, teils vergessenen Spielen durchlaufen: Die erste Station "Reifen treiben" schulte die Geschicklichkeit und die Beine-Hand-Augen-Koordination der Teilnehmer. Jedes Kind erhielt einen Reifen, der zunächst mit der Hand und später mit einem Stock ins Rollen gebracht wurde. Im Laufen wurde der Reifen immer wieder aufs Neue angetrieben.
Es sieht leichter aus, als es tatsächlich ist.
Nicht wie ursprünglich als Mittel zur Überwindung von überschwemmtem oder sumpfigem Gelände sondern rein zur vergnüglichen Benutzung wurden an der zweiten Station Stelzen ausgegeben. Auf Stelzen konnten die Sportler ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen.
Das Reaktionsvermögen wurde an der dritten Station "Fang den Stock" getestet. Bei diesem Spiel standen die Spieler im Abstand von ca. einem Meter um den Spielleiter, der den Stock hielt, einen Namen rief und gleichzeitig den Stock fallen ließ. Der Aufgerufene muss versuchen, den Stock zu fangen.
Mit Kochlöffel und Tennisball bewaffnet konnte beim Eierlauf an der vierten Station die Geschicklichkeit und Schnelligkeit trainiert werden.
Sprungkraft war für das Sackhüpfen an der fünften Station wichtigste Voraussetzung.
Da für viele Kinder zu Omas und Opas Zeiten der Lederball unerschwinglich war, wurden "Lumpen" zu einem Ball zusammengenäht und zum Beispiel mit Stoffresten gefüllt. Mit einem solchen "Lumpenball" konnten die Kinder an der sechsten Station ihr fußballerisches Können unter Beweis stellen.
An der nächsten Station mussten die Mannschaften ihren Teamgeist beweisen. Beim Sommerskilauf wurden drei Kinder auf einem Paar Skier festgeschnallt und nur im Gleichschritt konnte die Ziellinie überschritten werden. Wer hat das beste Zielwasser getrunken?
Im Gleichschritt Marsch hieß es beim Sommerski.
Beim Hufeisen Werfen an Station acht war nur erfolgreich, wer gut zielen konnte. Auch an der neunten Station war Zielwasser von Nöten. Der Spielleiter warf aus etwa zwei Meter Entfernung eine Murmel so gegen eine Mauer, dass die Murmel zurückprallte und unweit der Mauer liegen blieb. Die Spieler versuchten dann mit ihren Murmeln entweder diese Murmel zu treffen oder sich möglichst nahe an dieser zu platzieren.
Sprungkraft war an der zehnten Station "Stabweitsprung" wieder gefragt. Ursprünglich diente der Stabweitsprung dazu, Gräben, brückenlose Bäche oder Felsspalten zu überwinden. Die Sportler sollten nur versuchen, mit Hilfe eines Stabes möglichst weit in die Sandgrube zu springen.
Beim Schubkarren Fahren an der elften Station war Geschicklichkeit notwendig. Bei dieser Station musste der Schubkarren kontrolliert über eine Wippe geschoben werden.
Das Gummihüpfen an Station zwölf begeisterte nicht nur die Mädchen: Zwei Kinder standen sich innerhalb des Gummibandes im Abstand von drei Metern gegenüber und das dritte Kind hüpfte in der Mitte verschiedene Muster, die dann abwechselnd von jedem Kind nachgehüpft wurden.
Sprungkraft und Koordination wurde an der folgenden Station "Seilhüpfen" trainiert.
An der vierzehnten Station "Kästchenhüpfen" mussten sich die Sportler sowohl auf ihr Gleichgewicht als auch auf Wörter konzentrieren: Zu jedem Buchstaben, der in den Feldern stand musste so schnell wie möglich ein Wort gefunden werden. Dabei durfte nur auf einem Bein gehüpft werden.
Da es sich bei den vorherigen Spielen um kraftraubende Aktivitäten handelte, sollten sich die Kinder im Bereich der "ruhigen Spiele" erholen können. Beim "Gordischen Knoten" trafen sich die Spieler mit hoch über dem Kopf erhobenen Armen und fassten nach zwei verschiedenen Händen. Ohne die Handfassung zu lösen, versuchten sie, aus dem Gewirr einen Kreis zu bilden. Beim "Andocken" standen sich die Kinder gegenüber, legten die Handflächen aneinander, schlossen die Augen und verweilten so einen Augenblick. Anschließend ließen sie die Hände sinken und drehten sich dreimal um die eigene Achse. Ohne die Augen zu öffnen, versuchten sie die Handflächen des Partners wiederzufinden.
Um 17.00 Uhr konnte Hubert Lauerer begeisterten Kinder Teilnahmeurkunden und Murmeln als kleines Andenken überreichen.
(Daniela Sailer) |
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Upd2007-05-17 |
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