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Sport, Spiel und Spaß im Kinder- und Jugendtraining
Übungsleiter-Lizenzverlängerungslehrgang der Bayerischen Sportjugend Cham
Cham/Weiding. Ganz unter dem Zeichen der Akrobatik und der Ballspiele stand die diesjährige Mitarbeiterfortbildung der Bayerischen Sportjugend im Kinderturn- und Elementarbereich, für die wieder erstklassige Referenten gewonnen werden konnten. Petra Schönberger und Sabrina Lugauer (beide Sportjugend Landkreis Cham) hatten den gelungenen Lehrgang organisiert.
Zu Beginn der sehr gut besuchten Veranstaltung konnte Petra Schönberger den 1. Vorsitzenden der Bayerischen Sportjugend Hubert Lauerer und den 1. Bürgermeister der Gemeinde Weiding und Sportbeauftragten des Landkreises Cham Karl Holmeier begrüßen. Im ersten Teil der Fortbildung führte Diplompädagogin (FH), Körperpsychotherapeutin und Bewegungspädagogin Kerstin Pongratz durch das Programm und bot den Übungsleiterinnen und Übungsleitern viele neue Anregungen für ihre eigenen Übungsstunden, gerade im Umgang mit dem Ball. Vorgestellt wurden sogenannte „Kleine Spiele“, gruppendynamische Spiele mit Bällen um Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination, Konzentration, Körper- und Raumwahrnehmung spielerisch zu schulen. Diese Spiele tragen auch ganz besonders zur Förderung des sozialen Verhaltens bei. „Kleine Spiele“ zeichnen sich vor allem durch ein einfaches Regelwerk und simple Spielabläufe aus, die keine besonderen Fähigkeiten verlangen und bereits nach wenigen Erläuterungen gespielt werden können.
Vor allem das „Chaosspiel“ begeisterte die Teilnehmer aus den verschiedenen Vereinen, die zunächst einen Kreis bildeten und einen Ball in beliebiger Reihenfolge von Mitspieler zu Mitspieler warfen. Jeder einzelne musste sich dabei die Reihenfolge merken um sie wiederholen zu können, denn danach liefen alle kreuz und quer durch die Halle, wobei der Ball in der vorher bestimmten Reihenfolge von einem zum anderen geworfen wurde. Mit der Zeit kamen immer mehr Bälle ins Spiel, die nach dem gleichen Prinzip weitergegeben werden mussten. Für den Zuschauer entsteht dabei der Eindruck, dass ein völliges Chaos entstanden sei. Dieses Spiel fordert jedoch ein großes Maß an Teamfähigkeit, da der Werfer zuerst mit seinem Mitspieler, dem er zuwerfen will, in Kontakt treten muss, um ein fehlerfreies Zuspiel möglich zu machen. Gefördert werden insbesondere Kooperationsfähigkeit, Absprachefähigkeit und Gemeinschaftssinn.
Nach einer kleinen Stärkungspause bestritten Referent Ferdinand Schmid, ausgebildeter Zirkus- und Theaterpädagoge mit langjähriger Bühnenerfahrung und seine Kollegin Simone Straub, lizenzierte Grouptrainerin und Trainerin im Jugendzirkus, den zweiten Teil der Fortbildung. Schmid arbeitet als Trainer und Ausbilder in Bereichen wie Bewegungsmotorik, Körperbewusstsein, Zirkus- und Theaterwesen. Viele Jahre veranstaltete er selbstständig Konzerte und Festivals und stand bald darauf auch selbst als Darsteller auf der Bühne. Daraus entwickelte sich die Theaterbühne „Piksi Peck – Kinderbühne Regensburg“ (Infos unter www.piksipeck.de). Ebenfalls in Regensburg gründete Schmid die erste Zirkusschule mit dem Namen „Ferdinand“ (www.zirkusschule-regensburg.de).
Neben verschiedensten Zirkustechniken wurde auch vermittelt, wie die Teilnehmer Freude, Selbstbewusstsein und Disziplin entwickeln und erwecken und wie sie mit ihresgleichen trainieren und Erfolg erleben können. Natürlich steht hierbei der Spaß am Training im Vordergrund. Ferdinand Schmid vermittelte den Teilnehmern wie sie verschiedenste Jonglage-, Akrobatik-, Einrad- und Balancetechniken in ihren Vereinen weiterlehren können und erweckte dabei bei so manchem reges Interesse an der Kunst der Jonglage. Währenddessen arbeitete Simone Straub im Bereich „Spiel und Spaß im Jugendtraining“ und hatte allerhand Spiele für die Bereiche Aufwärmen, Kennenlernen, Entspannung, Motorik, Beweglichkeit, Konzentration, Disziplin und Auflockerung für die Teilnehmer zusammengestellt, die voller Freude bei der Sache waren und mit Vergnügen wieder selbst zum Kind wurden.
Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Petra Schönberger im Namen der Bayerischen Sportjugend mit einem Präsent für die Organisation und wurde ihrerseits ebenfalls mit einer kleinen Überraschung für ihre Arbeit belohnt. Sabrina Lugauer verabschiedete die Referenten und dankte ihnen mit einem Geschenk für ihre tolle Arbeit.
(Sabrina Lugauer, Petra Schönberger - bsj Cham) |
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Upd2006-11-27 |
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