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„Schifoan! Schee war’s wieder!“
Traditioneller Spitzing-Aufenthalt der Sportjugend Cham – Leitthematik: Ernährung und Bewegung
Cham (cdk). Die Bayerische Sportjugend (bsj) des Landkreises Cham lud auch heuer wieder die Verantwortlichen für Jugendarbeit im Verein zu ihrer traditionellen Mitarbeiterschulung nach Spitzingsee ein. Vom 22. bis 28. Januar 2006 bildeten sich Übungs- und Jugendleiter aus dem gesamten Landkreis Cham fort, wobei das diesjährige Motto: „Ernährung und Bewegung“ war.
Die 50-köpfige Reisegruppe startete am Samstag Mittag von Cham aus über München nach Spitzing, wo man im Erlebnishaus Spitzingsee Quartier bezog. Hubert Lauerer, Vorsitzender der bsj, Lehrgangsleiter Rainer Schmid, sowie die Mitglieder der Kreisjugendleitung Diana Altmann, Birgit Daschner und Bernhard Altmann boten den Sportlern ein abwechslungsreiches, interessantes sowie lehrreiches Wochenprogramm.
Hubert Lauerer begrüßte die Teilnehmer offiziell im Erlebnishaus. Anschließend gab Rainer Schmid, der Lehrgangsleiter, allgemeine Infos zur Hausordnung und zum Ablauf des Lehrgangsprogramms. Gerhard Richter, Skilehrer und Vertreter des Skigaus Bayerwald, referierte im Folgenden über die Verhaltensregeln auf der Piste sowie über Neuerungen im Skilehrerwesen. Nach einer kurzen Pause stellten sich die Teilnehmer der Mitarbeiterbildungsmaßnahme (Mibi), die Kreisjugendleitung sowie die Skilehrer gegenseitig vor. Das „Highlight“ des ersten Abends war wie immer die „Spitzing-Taufe“, in der die Neuzugänge (Frischlinge) in die Gemeinschaft der „Spitzing-Pilgerschaft“ aufgenommen wurden. Am Montagmorgen fanden sich die Teilnehmer in den verschiedenen Leistungsgruppen ein und wurden durch die erfahrenen Skilehrer Gerhard Richter, Sepp Daschner, Werner Schell, Josef (Bäbbäp) Aschenbrenner, Jörg Willimayer und Stefan Hartl bestens betreut und geschult. Im Praxisunterricht wurde den Sportbegeisterten das alpine Schifahren nach den neuesten Lehrplaninhalten vermittelt. Sonnenschein und wunderbar präparierte Pisten boten optimale Bedingungen zur Abfahrt in der weißen Pracht. Am späten Montagnachmittag wurde der Aufenthaltsraum des Erlebnishauses unter Anleitung von Regina Hickl geschmückt. Hier spürte man was Gruppendynamik bedeutet, denn innerhalb kürzester Zeit präsentierte sich der Saal in bunten Farben.
Dank Gruppenarbeit erstrahlt der Saal in bunten Farben.
Am Abend stand nun erstmals ein Volkstanzseminar auf dem Programm. Unter der Leitung von Annemarie Kreis und den Akkordeonklängen von Stefan Spindler probten die Sportler den Nachstell-, Wechsel-, Dreier-, Schwing-, Tupf- und Laufschritt um nur einige zu nennen. Den Abschluss bildete eine Reihe von Zwiefachen.
Am zweiten Lehrgangstag wurden die Grundfunktionen des alpinen Skilaufs den Kursteilnehmern vermittelt. Das von Gerhard Richter ausgearbeitete Programm, beinhaltete jeweils das Kanten, Drehen und Belasten. Zusätzlich wurden auch die Körperposition und die Skistellung in den vier Stationen durch die Skilehrer des Lehrgangs vermittelt. Noch vor dem Abendessen referierte Gerhard Richter über richtige Skipflege und konnte manch nützlichen Tipp im Umgang mit den „Brettl`n“ geben.
Nachdem die Teilnehmer über Aufsichtspflicht und Vorsichtsmaßnahmen belehrt wurden ging es zu Fuß - ausgerüstet mit Fackeln - durch die wunderschön tief verschneite Landschaft des Spitzingseegebietes zur unteren Firstalm, wo die Musiker Stefan und Toni durch den Abend führten. Am Mittwoch fand die Schiausbildung im Taubensteingebiet statt. Am Abend musste Bildungsreferent der Bayerischen Sportjugend (bsj) Uwe Biermann, krankheitsbedingt absagen. Die Kreisjugendleitung erwies sich jedoch als sehr flexibel und bot ein alternatives Programm an. Den Beginn machte Hubert Lauerer, der in einem Referat auf die aktuelle Situation bezüglich Ernährungsgewohnheiten einging. Außerdem informierte er die Teilnehmer über Adipositas, eine krankhafte Form des Übergewichtes. Besonders dramatisch ist dieses Krankheitsbild bei Kindern und Jugendlichen (ca. 4-8 %) ausgeprägt, und die Tendenz ist steigend. Die Teilnehmer setzten sich in einer Gruppenarbeit, unter Anleitung von Birgit Daschner, mit dieser Problematik auseinander: Eigener wöchentlicher Istzustand bzgl. Essen und Trinken. Wie motiviere ich bewegungsfaule Jugendliche zu sportlicher Betätigung? Gestaltung eines Kindergeburtstages unter dem Aspekt: Gesunde Ernährung und Bewegung. Wie kam ich zu meiner Figur? Vorstellen verschiedener Abnehmmethoden. Vorstellen eines Tages-Speise-Plans zum Thema: Gesunde Ernährung - trotzdem schmeckt’s. Erarbeitung eines Trainingsplans für eine Gruppe übergewichtiger Kinder mit Ernährungsplan.
Im Plenum stellten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Lösungsansätze vor und sorgten somit für Diskussionsstoff.
Am späten Donnerstagnachmittag stellte Hermann Müller, Vorsitzender der Bezirksjugendleitung den Teilnehmern die Plattform „Gesunde Ernährung und Bewegung“ vor, die zum Ziel hat, adipöse Kinder und Jugendliche in die Vereine zu integrieren. Im Laufe des Vortrages entwickelte sich eine rege und zum Teil kontroverse Diskussion über praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Nach dem Abendessen ging Müller dann auf spezielle Angebote der bsj für die Vereine ein. So stellte er explizit das Kooperationsmodell „Kindergarten – Verein“, das Kooperationsprojekt „Sport und Naturschutz“, sowie Schulsportarbeitsgemeinschaften (SAG) vor. In der letzten Stunde seines Vortrages informierte er die Übungsleiter über die neuen Sportförderrichtlinien und speziell die neu geregelte Übungsleiterbezuschussung.
Lehrgangsleiter Schmid dankt Hermann Müller für seine informativen Beiträge.
Beim Abschlussabend wurden die in Spitzing gewonnenen Eindrücke von den fünf Schigruppen lustig dargeboten. Bereichert mit einer Fülle neuer Eindrücke, versehen mit neuer Motivation und Ideen für die Jugendarbeit in ihren Vereinen traten die Chamer ÜbungsleiterInnen am Samstagmorgen die Heimreise an.
„Schi foan!“ Gruppenfoto der Spitzingteilnehmer
(Daniela Sailer - bsj Cham) |
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Upd2006-02-01 |
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