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Jahresrückblick 2006 der Bayerischen Sportjugend
Cham (cdk). Die Bayerische Sportjugend (bsj) nahm sich auch 2006 vor wieder möglichst viele Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Vereinen des Landkreises anzusprechen.
Den Auftakt bildete wie jedes Jahr die Mitarbeiterbildungsmaßnahme in Spitzingsee unter dem Motto „Ernährung und Bewegung“. Hubert Lauerer, Vorsitzender der bsj, Lehrgangsleiter Rainer Schmid, sowie die Mitglieder der Kreisjugendleitung Diana Altmann, Birgit Daschner und Bernhard Altmann boten den Sportlern ein abwechslungsreiches, interessantes sowie lehrreiches Wochenprogramm. Gerhard Richter, Skilehrer und Vertreter des Skigaus Bayerwald, referierte im Folgenden über die Verhaltensregeln auf der Piste sowie über Neuerungen im Skilehrerwesen. Des weiteren wurden den Kursteilnehmern die Grundfunktionen des alpinen Skilaufs vermittelt.. Erstmals stand ein Volkstanzseminar auf dem Programm. Unter der Leitung von Annemarie Kreis und den Akkordeonklängen von Stefan Spindler probten die Sportler den Nachstell-, Wechsel-, Dreier-, Schwing-, Tupf- und Laufschritt um nur einige zu nennen. Den Abschluss bildete eine Reihe von Zwiefachen. Außerdem wurde das erstmals Angebotene „Schneeschauhwandern“ mit großer Begeisterung angenommen. Hubert Lauerer, der in einem Referat auf die aktuelle Situation bezüglich Ernährungsgewohnheiten einging informierte er die Teilnehmer über Adipositas, eine krankhafte Form des Übergewichtes. Wie motiviere ich bewegungsfaule Jugendliche zu sportlicher Betätigung? Gestaltung eines Kindergeburtstages unter dem Aspekt: Gesunde Ernährung und Bewegung. Wie kam ich zu meiner Figur? Vorstellen verschiedener Abnehmmethoden. Vorstellen eines Tages-Speise-Plans zum Thema: Gesunde Ernährung - trotzdem schmeckt's. Erarbeitung eines Trainingsplans für eine Gruppe übergewichtiger Kinder mit Ernährungsplan. Hermann Müller, Vorsitzender der Bezirksjugendleitung stellte den Teilnehmern die Plattform „Gesunde Ernährung und Bewegung“ vor, die zum Ziel hat, adipöse Kinder und Jugendliche in die Vereine zu integrieren. Im Laufe des Vortrages entwickelte sich eine rege und zum Teil kontroverse Diskussion über praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Adipositas: 10 Prozent der 6-jähringen sind übergewichtig – bsj und KJR wollen einem weltweiten Trend entgegenwirken.
"Schi foan" – Die Spitzingteilnehmer beim Gruppenfoto.
Die Bayerische Sportjugend (bsj) veranstaltete in Kooperation mit dem Kreisjugendring Cham (KJR) im Februar im BRK-Haus in Cham ein Abendseminar zum Thema „Adipositas bei Kindern und Jugendlichen“. Der Referent Dr. Georg Leipold, praktizierender Kinderarzt aus Regensburg wies darauf hin, dass es sich bei Adipositas (Fettsucht / Fettleibigkeit / übermäßige Vermehrung von Fettgewebe) um einen weltweiten Trend handelt, der sich bei uns erst in den letzten 15 Jahren herauskristallisiert hat. Bereits 10 Prozent der 6-jährigen sind übergewichtig. Gründe für Adipositas sind: weniger Bewegung und weniger körperliche Freizeittätigkeiten, Zunahme sitzender Spiele (PC, Fernsehen), Essen ist jederzeit verfügbar (Fastfood), immer größere Essensportionen (in den letzten 50 Jahren hat sich die Portion verdoppelt), gesüßte Getränke werden Wasser vorgezogen, Fastfood hat mehr als 260 Kilokalorien pro 100 Gramm mehr als eine durchschnittliche Mahlzeit. Laut Dr. Leipold sind die Folge: Bluthochdruck, chronische Entzündung an Gefäßen (Fettsäureablagerung), Diabetes Typ 2 (das sogenannte Altersdiabetes), Fettleber, Beschädigung des Bewegungsapparates (Lösung des Hüftknochens, Spreizfüße, Knieprobleme aufgrund falscher Belastung) und außerdem steigt das Risiko bereits vor dem vierzigsten Lebensjahr an Nierenschäden, Herz- und Schlaganfälle zu erleiden. Subjektive Beschwerden von Adipositas sind u. a.: Verdauungsstörungen, Kurzatmigkeit, rasche muskuläre Ermüdbarkeit, starkes Schwitzen, Brustschmerzen sowie soziale Phobien (Depression, gestörtes Selbstwertgefühl). Der Kinderarzt führt weiter aus, dass adipöse Kinder und Jugendliche häufiger zu Autoaggression, Drogenmissbrauch und Straffälligkeit neigen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es sich bei Adipositas um ein zentrales Gesundheitsproblem der Gegenwart handelt: sowohl Lebenszeit als auch Lebensqualität sinken während die Kosten ins unermessliche steigen werden. Nach Meinung von Dr. Leipold kann nur die Gesellschaft als ganzes diesem Problem entgegen wirken, nämlich durch Ernährungsänderung und Bewegungssteigerung.
Vom 08. bis 09. April verbrachten die Multi-Cup-Gewinner 2005 ein Siegerwochenende in Mauth. Auf dem Programm standen neben Schifahren in Mitterfirmannsreuth der Besuch des Freilichtmuseums in Finsterau, wo die Kinder einiges über die Lebensweise der Bauern Anfang des 20. Jahrhunderts erfuhren sowie eine Führung im Nationalpark Bayerischer Wald.
Den Auftakt des diesjährigen Multi-Cups bildete die Veranstaltung „Tour de bsj“. Die Kinder und Jugendliche aus den verschiedenen Vereinen strampelten bzw. skateten von Miltach nach Bad Kötzting. Anschließend konnten sich die ausgepowerten Sportler beim Miltacher Brückenfest stärken und mit Teilnahmeurkunden auszeichnen lassen. Weiter ging es im Multi-Cup 2006 am 16. Juli mit einem Leichtathletik Sportfest in Bad Kötzting. Die Bayerische Sportjugend (bsj) und der TV Kötzting brachten den Kindern und Jugendlichen die klassische Leichtathletik näher. Den Abschluss des diesjährigen Multi-Cups bildete am 29. Juli der schon obligatorische Kreisjugendschwimmtag in Roding. Die jungen Schwimmer mussten ihr Können in Brust und Freistil unter Beweis stellen. Außerdem konnte in der Vereinsstaffel der Teamgeist auf die Probe gestellt werden. Bereits zum zweiten Mal ging am Ende der Veranstaltung eine Betreuerstaffel an den Start, was die Kinder und Jugendliche zu begeisterten „Fans“ werden ließ. Mit 200 Teilnehmern aus 15 verschiedenen Vereinen und 400 Starts stieß Rainer Schmid, Verantwortlicher der Bayerischen Sportjugend (bsj), auf große Resonanz.
„tour de bsj“: Eine Radfahrt , die ist lustig …
„Leichtathletik“ – Ballweitwurf: Mit 80 bzw. 200 Gramm Bällen mussten Entfernung erzielt werden.
„The winner is …“ hieß es dieses Jahr für den SV Geigant, den zweiten Platz belegte SV Gleißenberg –Lixenried gefolgt vom SC Michelsneukirchen.
31 Clubassistenten wurden im September 2006 durch die Bayerische Sportjugend (bsj) unter der Leitung von Birgit Daschner in Furth im Wald ausgebildet. Die Ausbildung zum Clubassistenten beinhaltet 32 Unterrichtseinheiten sportbezogener und überfachlicher Jugendarbeit, die für eine spätere ÜL-J Ausbildung anerkannt werden. Rainer Schmid (bsj) klärte die Teilnehmer darüber auf: Was ist eigentlich ein „Clubassistent“? Was ist ein Übungsleiter? Was ist eine Juleica (Jugendleiterkarte)? Welche Vorteile bringt diese? Ebenso machte er deutlich, wer die Bayerische Sportjugend (bsj) ist, welche Aufgaben sie, welche Aufgaben der Kreisjugendring und der Bayerische Landessportverband Cham im Landkreis erfüllen, welche Zuschuss- und Ausleihmöglichkeiten bestehen. Birgit Daschner sprach im Anschluss ausführlich über das Jugendschutzgesetz und seine Neuerungen. Tags darauf erhielten die Jugendlichen von Bernhard Naglschmidt vom Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes Cham und der Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Silke Müller wertvolle Informationen über die neuen Medien. Anschließend referierte Hubert Lauerer über „Rhetorik“ Am Nachmittag ging es zu Uli Stöckerls Unterwasserstation. „Methodik der Ausbildung“ am Beispiel einer Exkursion im Freien war angesagt. Dabei konnten die Teilnehmer/innen bereits in die Rolle eines Leiters schlüpfen und dabei die Kontrolle über eine Gruppe üben, z. B. wie verhält man sich bei auffälligen oder lustlosen Teilnehmern. Das zweite Ausbildungswochenende der Clubassistenten startete mit einem Referat von Lehrgangsleiterin Birgit Daschner über „Aufsichtspflicht in der Vereinsarbeit“: Wer haftet bei Verletzung der Pflichten? Was gilt es zu beachten, wenn eine Jugendgruppe vereist? In diesem Ausbildungsblock wurde ausführlich auf die Rechte und Pflichten eines Jugendleiters eingegangen. Um der Politikverdrossenheit unter den Jugendlichen entgegenzuwirken setzte sich Simon Frank mit den Ansichten der Jugendlichen auseinander. „Wie veranstalte ich einen Vereinsausflug?“ Unter Anleitung bzw. im Rahmen einer Gruppenarbeit erfolgte eine detaillierte Ausarbeitung: Wohin soll es gehen? Wer fährt mit (Betreuung bzw. Teilnehmerkreis)? Wann soll die Einladung bzw. Ausschreibung erfolgen (zeitlicher Rahmen)? Welche Kosten entstehen? Welche Risiken können auftreten? Nach all der Theorie stand dann der letzte Tag ganz im Zeichen des Sportes. Vormittags brachte Juniorenjonglierweltmeister 1999 Peter Gerber den Teilnehmern in gekonnter Manier Jonglieren in Theorie und Praxis nahe. Außerdem vermittelte Kick Bo Trainer Karl Schmid aus Roding die Grundlagen dieser Trendsportart. Nach einem lockeren „Warm Up“ zu peppiger Musik, erfolgte eine Schulung im richtigen Musikhören, damit die „punchs and kicks“ bestens ausgeführt werden konnten.
Der Lehrgang "Sport im Elementarbereich" am 18. November in Weiding bildete den obligatorischen Schlusspunkt in einem abwechslungsreichen Sportjahr. Diplompädagogin (FH), Physiotherapeutin und Bewegungspädagogin Kerstin Pongratz zeigte den Teilnehmern mit gruppendynamischen Ballspielen wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Koordination, Konzentration und Körper- und Raumwahrnehmung zu schulen sind. Im zweiten Teil brachten der Zirkus- und Theaterpädagoge Ferdinand Schmid und seine Kollegin Simone Straub den Teilnehmern Jonglier-, Akrobatik- und Balancetechnik zur Förderung von Selbstbewusstsein und Disziplin näher.
Die Verantwortlichen der Bayerischen Sportjugend (bsj) bedanken sich bei allen Vereinsmitarbeitern, Kindern und Jugendlichen für ihr Interesse und die rege Teilnahme und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr.
(Daniela Sailer - bsj Cham) |
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Upd2007-01-01 |
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