Sportjugend zur Fortbildung in Spitzing unterwegs

 

Traditioneller Spitzing-Aufenthalt der Sportjugend Cham – Interessante Schulungen zur Fortbildung

 

Cham. Die Bayerische Sportjugend (bsj) des Landkreises Cham lud auch heuer wieder Verantwortliche für Jugendarbeit im Verein zu einer schon traditionellen Mitarbeiterschulung nach Spitzingsee ein. Vom 18. bis 24. Januar 2004 bildeten sich 50 Übungs- und Jugendleiter aus dem gesamten Landkreis Cham fort. Hubert Lauerer, Vorsitzender der bsj, Lehrgangsleiter Rainer Schmid, sowie die Mitglieder der Kreisjugendleitung Diana Seebauer, Bernhard Altmann, Birgit Daschner und Petra Schönberger boten den Sportlern wieder ein abwechslungsreiches, interessantes sowie lehrreiches Wochenprogramm an.

bsj-Vorsitzender Hubert Lauerer und Spitzing-Lehrgangsleiter Rainer Schmid begrüßten die angereisten Teilnehmer im „Erlebnishaus“Spitzingsee.

In gewohnt lustiger Art stellte der selbst ernannte Forschungsguru Bernhard Altmann die in seinem Revier lebenden außergewöhnlichen Artgenossen der bsj und deren Besonderheiten vor. Anschließend waren die einzelnen Vereinsvertreter an der Reihe. Diana Seebauer wählte als Möglichkeit der Vorstellung das „Interview-Spiel „who is who“ aus. Im Zufallsverfahren fanden sich die Teilnehmer mit Hilfe von Karten zu Interview-Pärchen zusammen. Danach stellten sie sich gegenseitig vor.

Die Teilnehmer wurden anschließend in Gruppen eingeteilt und mussten gemeinsam einen Fragebogen bearbeiten. Hier wurden Informationen über die Lehrgangsteilnehmer, die allgemeine Jugendarbeit und die bsj abgefragt. Als Preise gab es für die einzelnen Teams „Gselchts, Käs und Brot“, dass dann gemeinsam als Mitternachtsimbiss verzehrt wurde.

Das „Highlight“ des ersten Abends war wie immer die „Spitzing-Taufe“, in der die  Neuzugänge (Frischlinge) in die Gemeinschaft der „Spitzing-Pilgerschaft“ aufgenommen wurden.

Am Montagmorgen fanden sich die 50 Teilnehmer in den verschiedenen Leistungsgruppen ein und wurden durch die erfahrenen Schilehrer Gerhard Richter, Manfred Dietl, Birgit Daschner, Josef (Bäbbäb) Aschenbrenner und Sepp bestens betreut und geschult.

Im Praxisunterricht wurde den Sportbegeisterten das alpine Schifahren nach den neuesten Lehrplaninhalten des DSV vermittelt.

Strahlender Sonnenschein und beste Schneeverhältnisse boten die verschiedensten Möglichkeiten zur Abfahrt in der weißen Pracht. Mit glänzenden Augen (einerseits aus Freude, anderseits wegen den stechenden Schmerzen in den Oberschenkeln), schauten die Teilnehmer nach traumhaften Tiefschneeabfahrten, die normalerweise nur Schifahrern in Kanada vorbehalten sind, auf die eigens gezogenen Spurbilder im Schnee zurück, um so lange wie möglich an diesem erlebten Augenblick festzuhalten.

Markus Laymann, Rechtsanwalt aus München eröffnete dann am späten Montagnachmittag die Schwerpunktthematik. Der Referent, gab mit einem einstündigem Theorieblock vor dem Abendessen zu „Aufsichtspflicht und Jugendschutzgesetz“ die Grundlagen für die weitere praxisorientierte Arbeit vor.  In Gruppenarbeit beratschlagten die „Geschworenen“ anschließend bis 22.00 Uhr die einzelnen Fälle, deren Sprecher dann die gefällten  Urteile im Saal  verkündete.

Nach einem verschneiten Schitag am Dienstag wurde zunächst der Saal für den Abschlussabend faschingsmäßig dekoriert, ehe man zur Fackelwanderung aufbrach. Zu Fuß machten sich die LehrgangsteilnehmerInnen durch die wunderschön tief verschneite Landschaft des Spitzingseegebietes auf den Weg  zur Wurz-Hüttn. Nachdem  um Mitternacht die Bayernhymhe ganz sanft  angestimmt wurde, ertönte der letzte Refrain in einer gewaltigen Stimmfülle, der bei den übrigen Gaststättenbesuchern für Gänsehautstimmung sorgte. Heiser aber zufrieden   marschierte der „Spitzing Chor geschlossen ins Nachtquartier zurück.

 

 

Am Mittwoch fand die Schiausbildung im Taubensteingebiet statt. Bis in die Mittagsstunden wurden alle unberührten Tiefschneepisten ausgemacht.

Den zweiten Teil der Schulung führte Rechtsanwalt Laymann mit dem Thema Jugendschutzgesetz und Vereinsrecht ( separater Bericht folgt) am Mittwochabend weiter.

Das Schifahrer-Können der Kursteilnehmer konnte dank der Schilehrer dann nochmals den ganzen Donnerstag verbessert werden.

Beim anschließenden Basteln wurde der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Mit vorgegebenen oder freien Motiven wurden Gläser in allen Farben bemalt. Dies  inspirierte viele zu einzigartigen  Motiven und Kunstwerken.

In einem praxisnahen Vortrag über Materialkunde, in der Schilehrer Gerhard Richter zu Höchstform auflief, lernten die Zuhörer die speziellen Eigenschaften und Pflege ihrer Schier kennen.

Nach diesem Vortrag wurde jede freie Minute der einzelnen Schigruppen für die Vorbereitung des Abschlussabends genutzt. Einige Teilnehmer besuchten noch das „Spinnradl“.

Am Freitag wurden bei einem gut organisierten Stationstraining  noch mal alle Kräfte mobilisiert, um der immer stärker werdenden Anziehungskraft der Schihütte möglichst lange entgegenzuwirken.  Beim Abschlussabend wurden die in Spitzing gewonnenen Eindrücke von den fünf Schigruppen lustig, spritzig, knackig, sportlich und malerisch dargeboten. Gestärkt durch die traditionellen Mitternachtswürstl wurde bis spät in die Nacht hinein durchgehalten.  Bereichert mit einer Fülle neuer Eindrücke, versehen mit neuer Motivation und Ideen für die Jugendarbeit in ihren Vereinen traten die Chamer ÜbungsleiterInnen am Samstag morgen des 24. Februars die Heimreise  an. 

 

(Petra Schönberger - bsj Cham)

 

 

 

 

 

 

 

 

zu den Berichten 2004

Upd2004-03-05