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Ein Wochenende als Ritter und Burgfräulein
Multicup-Abschlussfahrt führte in die Drei-Flüsse-Stadt Passau -Spaß und gute Laune
Michelsneukirchen/Pösing. Wieder einmal schaffte es die Michelsneukirchner Jugend, sich so zahlreich an den von der Bayerischen-Sport-Jugend (bsj) organisierten Multicup-Veranstaltungen teilzunehmen, dass erneut ein Platz unter den ersten Drei und somit ein Wochenend-Jugendherbergs-Aufenthalt ergattert werden konnte. Das große Interesse beim Spiel- und Leichtathletiksportfest in Kötzting, an der Fahrrad-Tour und beim Kreisjugendschwimmtag in Waldmünchen ermöglichte es dreizehn Kindern und zwei Betreuern aus Michelsneukirchen zusammen mit 10 Teilnehmern aus Eschlkam und 25 Teilnehmern aus Pösing bei der Abschlussfahrt in die wunderbare Stadt Passau dabei sein zu dürfen.
Sepp Schwarz, der
routinierte "Stammbusfahrer" für die Sportfreunde, sammelte die Kids samt
Betreuer am Freitag Nachmittag auf. Über die zahlenmäßig überlegenen Pösinger
"wachte" das Ehepaar Monika und Hans Weigl, Hans Aschenbrenner und Maria Kores,
die Pösinger Kinder hatten sich Petra Breu als Aufsichtsperson mitgenommen und
bei den Michelsneukirchnern waren Martin Standecker und Petra Kumpfmüller dabei.
Während der Busfahrt wurde viel geratscht und eifrig diskutiert, wer mit wem das
Zimmer teilt. Als die Stadtgrenze Passaus erreicht war, machte Petra Breu die
Kinder schon auf die eine oder andere Sehenswürdigkeit aufmerksam. Natürlich
steigerte sich auch die Spannung auf das Quartier für die kommenden zwei Nächte.
Vorbei an einer Ruine, die manchem schon als Unterkunft angedroht wurde, ging´s
den Georgsberg hinauf Richtung Veste Oberhaus. Am Parkplatz angekommen wurde das
Gepäck verteilt. Beim Blick über die Taschen und Koffer stellte sich manchmal
die Frage, ob wirklich allen klar war, dass eigentlich nur ein
Wochenendaufenthalt geplant war. Einige Kinder - oder vielleicht auch deren
Eltern - hatten soviel Reiseutensilien zusammengestellt, dass es für den
jeweiligen "Träger" schon eine Herausforderung darstellte, den Fußweg bis zu den
Zimmern zurückzulegen. Aber die erste Anstrengung war beim Anblick der
Jugendherberge schnell vergessen: Direkt auf dem Burggelände wurden die
Ausflügler für das Wochenende einquartiert. Und was prägt so eine Anlage aus dem
Mittelalter? Genau: Schmale Gänge mit vielen Treppen. Aber nichts für ungut,
schließlich waren ja Kinder und Betreuer aus Sportvereinen unterwegs.... Nachdem die Zimmer begutachtet und die Betten von den Kinder selbst bezogen wurden, trafen sich alle zum gemeinsamen Abendessen im Speisesaal. Auch hier fiel einigen Kindern ein Stein vom Herzen, weil sich der übliche Tischdienst nur auf das Saubermachen des Tisches beschränkte. Wie in einer Kantine konnten sich alle nach Lust und Laune bzw. nach Hunger und Gelüsten bedienen. Im Anschluss an das Essen traf man sich im Aufenthaltsraum zu einigen Kennenlernspielen. Ab 22 Uhr war "Zimmerhüten" angesagt.Die Nacht verlief ruhig und ohne Zwischenfälle. Nach dem Frühstück, das keine Wünsche offen ließ, wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe durfte mit Federkiel und selbstgemachter Tinte das Schreiben im Mittelalter imitieren, die andere Gruppe ging mit etwas mehr Körpereinsatz an die Arbeit und bearbeitete mit Gummihammer und verschiedenen Werkzeugen Y-tong Steine. Die geschaffenen Meisterwerke durften natürlich mit nach Hause genommen werden. Nach getaner Arbeit stärkten sich die Schreiberlinge und Bildhauer mit Lasagne und verschiedenen Salaten. Es folgte ein Verdauungsspaziergang den Berg hinunter zur Bootsanlegestelle. Mit "Sissi" schipperte man über die drei Flüsse Donau, Inn und Ilz. Das Wetter, entgegen aller Voraussagen, war immer noch traumhaft. Die Sonne lachte vom Himmel und machte die Bootsfahrt zu einem wahren, informativen Vergnügen. Mit viel Information ging´s bei der anschließenden Stadtführung weiter. Schon einigermaßen "angeschlagen" brachte der Bus dann die komplette Mannschaft zur Wallfahrtskirche "Maria Hilf", der Gottesdienst dort wurde besucht. Im Anschluss machten sich die müden Krieger Richtung Unterkunft auf, wo das Abendessen angesagt war. Der geplante Programmpunkt für den Abend - Besuch der Sternwarte - musste leider zwecks Bewölkung abgeändert werden.
Am dritten und letzten Tag machte man sich nach dem Frühstück auf ins Burgmuseum, das praktisch "gleich um die Ecke" lag. Hier konnten die Kinder beim Metalltreiben (Verfahren, bei dem mittels eines Hammers und einer "Holzschablone" eine Kupferplatte in Form gebracht werden musste) erahnen, mit welchen Anstrengungen die Metallbearbeitung im Mittelalter verbunden war. Nach dieser praktischen Übung vermittelte eine Museumsführerin noch viel Wissenswertes über diese Zeit. Bevor es dann an das Reinigen der Zimmer ging, wurde noch ausgiebig zu Mittag gegessen. Als dann alles gepackt und im Bus verstaut war, traten die Kurzurlauber - doch leicht erschöpft - die Heimreise an.
Michelsneukirchner Teilnehmer mit Martin Standecker und Petra Kumpfmüller
(Petra Kumpfmüller - SC Michelsneukirchen) |
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Upd2004-04-11 |
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