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23 frische Clubassistenten wurden ausgebildet
Ausbildungsreihe der Bayerischen Sportjugend
Cham/Furth im Wald. An zwei Wochenenden lud die Bayerische Sportjugend Cham (bsj) zum Ausbildungslehrgang „Clubassistent“ in die Jugendherberge nach Furth im Wald ein. Die Lehrgangsleitung hatte der Vorsitzende der bsj Hubert Lauerer übernommen. Die Ausbildungsreihe „Clubassistent“ beinhaltet 32 Unterrichtseinheiten sportbezogene und überfachliche Jugendarbeit , die für eine spätere ÜL-J Ausbildung anerkannt werden.
Zum ersten Wochenende trafen sich die 23 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren aus den verschiedensten Vereinen des Landkreises Cham mit den Betreuern bereits Freitags am späten Nachmittag in der Jugendherberge. Stellv. bsj-Vorsitzende Diana Seebauer begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf's herzlichste, ehe sie wichtige Informationen zum Thema: Wie ist die Jugendarbeit gegliedert? Was bedeutet überhaupt „Clubassistent“, was ist ein Übungsleiter, gab. Die Referentin erklärte den Jugendlichen auch, was eine Juleica (Jugendleiterkarte) ist und welche Vorteile sie bringt. Anschließend erläuterte Beisitzer Rainer Schmid in seinem Referat:“ Wie und von wem erhalte ich Zuschüsse für Veranstaltungen, wer ist die bsj-Cham? und welche Aufgaben hat sie im Landkreis zu erfüllen, welche Aufgaben haben der Kreisjugendring und der Bayerische Landessportverband Cham sowie deren Zuschuss- und Ausleihmöglichkeiten. Birgit Daschner, Beisitzerin der Sportjugend, sprach ausführlich über das Jugendschutzgesetz, wobei sie die wichtigsten Gesetze und Änderungen nicht unerwähnt ließ. Nach so viel Theorie wurde es dann bei den Kennenlernspielen und vielen Spielen für die Jugendarbeit etwas lockerer. Diese wurden von den beiden Jugendsprecher/innen David Messerer und Sabrina Lugauer trefflich vorgestellt. Ein kompetenter Referent stand dann am Samstagvormittag beim Erste-Hilfe-Kurs mit dem Physiotherapeuten Michael Kurnoth auf dem Programm. Die häufigsten Sportverletzungen und deren Erstbehandlung wurden ausgiebig mit den angehenden Clubassisten/innen besprochen. In praxisbezogener Arbeit wurde exemplarisch das Tapen eines Knöchels oder Fingers an den Teilnehmern demonstriert. Nach dem Mittagessen wurde das Programm mit einem Referat über „Aufsichtspflicht“ fortgesetzt. Birgit Daschner sprach über die Rechten und Pflichten eines Jugendleiters. Wer die Haftung bei Verletzung der Pflichten übernimmt war großes Thema. Den Teilnehmern wurde dabei auch näher gebracht, was zu beachten ist, wenn mit einer Jugendgruppe verreist wird. Am Nachmittag ging es zu Uli Stöckerls Unterwasserstation. „Methodik der Ausbildung“ am Beispiel einer Exkursion im Freien war angesagt. An drei verschiedenen Stationen, die sich in den Beginn der Exkursion, der Durchführung einer praktischen Station und den Abschluss einer Exkursion gliederten, wurde Halt gemacht. Dabei konnten die Teilnehmer/innen bereits in die Rolle eines Leiters schlüpfen und dabei die Kontrolle über eine Gruppe üben, wie z. B. das Verhalten bei auffälligen oder lustlosen Teilnehmern sowie bei zu vielen Fragen.
Das zweite Ausbildungswochenende der Clubassistenten startete mit einem Rhetorik-Referat des bsj-Vorsitzenden Hubert Lauerer. Dabei gab er den Teilnehmern wertvolle Tipps, wie sie überzeugend und sicher in der Öffentlichkeit auftreten können. Gestik, Mimik, Sprechweise, Verhalten bei Zwischenrufen und Möglichkeiten das Lampenfieber in den Griff zu bekommen, wurden ausführlich anhand von konkreten Beispielen erörtert.
Für den sportlichen Teil am Freitag in der Weidinger Schulturnhalle konnte Kick Bo Trainer Karl Schmid aus Roding gewonnen werden. Die Sportler begannen im „chinesischen Park“ mit ihren TaiChi Übungen. Nach einem lockeren „Warm Up“ zu südamerikanischer Musik kamen die 23 Teilnehmer langsam aber sicher zu ihrer Betriebstemperatur, damit die folgenden Punches und Kicks bestens ausgeführt werden konnten. Er vermittelte nicht nur die Grundlagen dieser Trendsportart sondern ließ die Teilnehmer dabei gehörig ins Schwitzen kommen. Eine Lightstick Show wurde erprobt. Ein kleiner Stab in beiden Händen, der sich zur dunklen Halle streckte, sorgte dafür, dass der folgende Teil der Stunde ein besonderes Erlebnis wurde. Nach dem Kommando „Knicken“ entstanden viele Leuchtkörper, die angetrieben von den Beats der Musik wie Kometen durch die Halle schwirrten und ihre meterlangen in verschiedenen Leuchtfarben folgenden Schweife hinterzogen.
Gehörig ins Schwitzen kamen die angehenden „Clubassistenten“ bei der Trendsportart Kick Bo
Am Samstagvormittag folgte wieder interessante Theorie. Die Dipl.-Sozialpädagogin (FH) Silke Müller und Bernhard Naglschmidt vom Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes Cham gaben den Jugendlichen wertvolle Informationen über verschiedene Suchtarten. Angesprochen wurden zum Beispiel Alltagssüchte wie Alkohol-, Koffein-, Nikotin-, Medikamenten- und Eifersucht (nicht zu vergessen). Ebenso informierten sie über die legalen und illegalen (Heroin, Haschisch) Suchtmittel. Angesprochen wurden auch die Neuerungen im JÖSchG und im GjSM. Aber auch die Suchtgefahr durch das Internet nahm einen breiten Rahmen des Vortrages ein. Gefahren bei Auktionen (ebay, intoko, etc.), Kreditkartenmißbrauch, Dialer, jugendgefährdende Inhalte (Verbote und Indizierungen), Spam-E-Mails, Chatten und vieles mehr wurden besprochen. Heftige Diskussionen in der Gruppe waren dann auch anberaumt.
Am Nachmittag stand ganz der sportliche Aspekt an erster Stelle. In der Turnhalle der Realschule Furth im Wald brachte Peter Gerber, Junioren-Jonglierweltmeister, in gekonnter Manier den Teilnehmern Jonglieren in Theorie und Praxis nahe. Jonglieren mit Bällen, Keulen, Chiffontücher, Diabolos usw. auch das Tellerdrehen auf dem Stab wurde solange geübt, bis es ein jeder fast perfekt beherrschte. Die Jugendlichen waren mit Feuereifer bei der Sache und es entpuppte sich dabei so manch verborgenes Talent. Peter Gerber brachte alle Teilnehmer ins Schwitzen, die solange übten ,bis sie auf jeden Fall drei Bälle in der Luft jonglieren konnten. Nach einem kleinen Show-Vorführprogramm des „Meisters“ gab es dann auch tosenden Applaus.
Zum Abschluss der Ausbildungsreihe bedankte sich bsj Vorsitzender Hubert Lauerer bei den Teilnehmern aus dem gesamten Landkreis Cham für ihr Engagement und die gute Mitarbeit. Alle konnten Urkunden, Jugendleiterausweise, T-Shirt mit Aufdruck „Clubassistent“ und Mappen mit Unterrichtsmaterialien und Skripten für ihre Jugendarbeit in den Sportvereinen mit nach Hause nehmen.
Diese Jugendlichen aus dem Landkreis Cham sind die neuen „Clubassistenten“
(Petra Schönberger - bsj Cham) |
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Upd2004-10-17 |
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