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Wenn der Baumstamm zum besten Freund wird
Clubassistenten und Übungsleiter im Hochseilpark Lam
Vertrauen - Teamgeist - Selbstvertrauen? Diese Begriffe mit Inhalt zu füllen, dürfte den 40 Teilnehmern der Mibi "Kletterkurs im Hochseilpark" spätestens in 14 Meter Höhe leichter gefallen haben. So nahmen zahlreiche junge und jung gebliebene Vereinsmitarbeiter und Übungsleiter das Angebot der Bayerischen Sportjugend (BSJ) im Landkreis Cham wahr und trafen sich bei den Anlagen der Erlebnis-Akademie in Lam.
Nach der Begrüßung durch Josef Blasini, Jugendsprecher und Organisator der Mibi, ging's ans fachmännische Einkleiden, also dem Anlegen der Sicherheitsgurte, Helme und Cowtails. Unter der Anleitung von erfahrenen Trainern wurden die unterschiedlichen Stationen absolviert. Während die eine Gruppe der Schwindel erregenden Höhe des Hochseilgartens zu trotzen versuchte, meisterte der Rest der Teilnehmer zuerst die einzelnen Etappen im "Nieder"-Seilgarten. Doch so niedrig sollte auch das nicht lange bleiben. Auf der Himmelsleiter war der Teamgeist von drei Gipfelstürmern gefragt, die ohne jegliche Hilfsmittel die oberste Latte der Leitererklimmen mussten. Dabei kam so manch einer nicht um ein paar blaue Flecken umhin, aber das Erreichen des Zieles war Belohnung genug.
Jeder musste selber wissen, wie viel er sich zumutete. Doch in der Gruppe geht vieles einfacher, was sich darin zeigte, dass fast alle Teilnehmer den gefürchteten Pamper Pole erklommen und anschließend den Sprung aus 12 Meter Höhe in die Tiefe wagten. Hier bekam das Sprichwort "Über seinen Schatten springen" eine ganz neue Bedeutung, denn nur im Vertrauen auf die Teammitglieder am Boden, die den Sprung mit Sicherungsseilen abfingen, kam man wieder sicher runter.
Nach einer kleinen Verpflegungspause wechselten die Gruppen die Stationen. Im Hochseilgarten konnte sich jedes Team, das jeweils aus zwei mutigen Kletterern bestand, seine Route durch den Hindernisparcours selbst aussuchen. Dabei war der Weg von einer Plattform zur nächsten ums eine oder andere Mal länger und vor allem schwieriger zu meistern, als ursprünglich angenommen. Doch am anderen Ende angekommen wurde den meisten Teilnehmern der stabile und fest verankerte Baumstamm zum besten Freund.
Nach fast fünf Stunden Adrenalin und Nervenkitzel konnte jeder Kletterpionier von sich selbst behaupten, seine Grenzen um ein ganzes Stück erweitert zu haben. Mit einer guten Portion Selbstvertrauen im Gepäck kehrt man zufrieden nach Hause, um dort von seinen wagemutigen Kletteraktionen und neu entdeckten -fähigkeiten zu berichten, denen man sich wahrscheinlich ohne die Hilfe und Unterstützung der Gruppe nicht bewusst geworden wäre. (Josef Blasini - bsj Cham) |
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Upd2003-10-26 |
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