Acht Jugendliche aus dem Landkreis Cham mit bsj in Japan

 

Ein Reisebericht der Teilnehmer

 

Cham/Landkreis. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Erst recht acht sportbegeisterten Jugendlichen aus dem Landkreis Cham, denen die Bayerische Sportjugend (bsj) im Kreis Cham einen dreiwöchigen Aufenthalt in Japan ermöglichte. Nach zwei Vorbereitungstreffen im Vorfeld brachen die Teilnehmer in das Land der aufgehenden Sonne auf und schildern uns nun ihre Eindrücke in ihrem Reisebericht:

 

 

„Am 30. Juli um 13.00 Uhr brachen wir, Stefan Hastreiter, Pet(o)ra Hofinger, Kathrin Hecht, Monika Nemmer, Isabell Ederer, Simon Baier, Kathrin Graßl und David Messerer, vom Chamer Bahnhof in Richtung Japan. Doch schon am Flughafen Frankfurt/Main machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund eines Hagelschadens am Flugzeug konnten wir unsere Reise erst 17 Stunden später fortsetzen. Derweil ließen wir es uns im Sheraton Hotel auf Kosten von Japan Airlines gut gehen. Am 1. August kamen wir dann nach weiteren zehn Stunden Warten am Flughafen Tokio/Narita, in Gifu, unserer Heimat für die nächsten drei Wochen, an. Hier wurden wir schon von unseren Gastfamilien und unserem Übersetzer Thaigin Seng erwartet.

 

 

In den nächsten Tagen hatten wir ein volles Programm. Vom Höflichkeitsbesuch beim Bürgermeister, über eine Kendo-Vorführung, an der wir auch selbst aktiv teilnahmen, bis hin zur japanischen Teezeremonie im Rinshou Tempel, war alles dabei. Dadurch und durch die Familientage bekamen wir schon mal einen tiefen Einblick in die für uns Europäer doch manchmal etwas seltsame Lebensweise der Japaner.

 

Ein erster Höhepunkt war die viertägige Reise nach Noto, eine kleine Fischerstadt am japanischen Meer, wo wir die erste Nacht in einem luxuriösen Hotel verbringen durften. Dort hatten wir die Möglichkeit, zu baden und verschiedene Wassersportarten auszuprobieren, wobei uns die Japaner mit gekühlten Getränken und Wassermelonen versorgten. Im Gegenzug kochten wir Deutschen für die Abschiedsparty Schnitzel und Kartoffelsalat. Als Nachspeise gab es Apfelküchel, die erst nach einigen Anlaufschwierigkeiten in Fett herausgebacken wurden. Beeindruckt von der Herzlichkeit der Menschen und der wunderbaren Landschaft fuhren wir schweren Herzens nach Gifu zurück.

 

 

Doch auch unsere dortigen Gasteltern hatten schon wieder ereignisreiche Aktivitäten für uns geplant. In einer Schule lernte uns eine Trommelgruppe das traditionsreiche Stück „Soja“. Weitere Höhepunkte waren der Besuch in Kyoto, wo wir sehr beeindruckt von den prunkvollen Tempeln und dem ehemaligen Kaiserschloss waren und das längste Feuerwerk Japans, das ganze zwei Stunden dauerte und zu dem wir in japanischen Yukata erschienen. Auch eine Schifffahrt fehlte auf unserem Programm nicht, und so konnten wir, nach einem japanischen Abendessen auf dem Boot, vom Wasser aus das Kormoranfischen bei Nacht beobachten. Tags darauf fuhren wir in die Millionenstadt Nagoya, wo wir zuerst ein Ozeanium besuchten, und dann in der unterirdischen Geschäftsstraße „Sake“ einige Souvenirs ergatterten. Viel Spaß hatten wir auch beim Bowling, wo jeder sein Geschick unter Beweis stellen konnte. Und dann kam auch schon die Sajonara-Party auf der wir ein letztes Mal das japanische Essen genießen durften.

 

 

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen wir Japan, das Land der Gegensätze. Trotz kleinerer Sprachbarrieren konnten wir viele neue Freunde im Land des Lächelns gewinnen. Insgesamt waren wir von Land, Leuten und Kultur sehr beeindruckt, und auch das Essen machte den Wenigsten Probleme. Man kann also jedem nur empfehlen, Japan zu besuchen, denn Nippon ist wirklich eine Reise wert. Und so kamen wir am 21. August um 00.30 Uhr erschöpft, glücklich und voll von neuen Eindrücken, die wir sicher so schnell nicht vergessen werden, wieder im Landkreis Cham an.“

 

 

 

zu den Berichten 2002

Upd2002-12-03