Clubassistent
2001
[1. Wochenende]
Wie geht
Jugendarbeit?
Tipps
bei Seminar mit der Bayerischen Sportjugend
Cham / Furth i.W.
Die Bayerische Sportjugend
(bsj) im Kreis Cham vermittelt mit einem Clubassistentenseminar in zwei
Abschnitten jungen Vereinsmitgliedern Kenntnisse in der Arbeit mit Gruppen
ihres Vereins. An zwei Wochenenden treffen sich die Teilnehmer, um Grundsätze
in der Leitung von Sport- oder auch anderen Gruppen zu gewinnen. 30 derartige
Anwärter trafen sich kürzlich zu ihrem ersten Ausbildungsabschnitt in der
Jugendherberge in Furth im Wald. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden
der bsj im Landkreis Cham, Hubert Lauerer, und der Bekanntgabe der Hausordnung
stellte bsj-Vorstandsmitglied Josef Blasini den Programmablauf vor. Zunächst
galt es, die Aufgaben von Clubassistenten und Übungsleitern zu erläutern und
auch die bsj vorzustellen. Birgit Daschner und Kerstin Simmel erledigten diese
Aufgaben. Mit Kennenlern-, Vertrauens- und Eisbrecherspielen kamen sich die
Teilnehmer dann am Abend näher.

Foto: Beim "Gordischen
Knoten" kamen sich die angehenden Clubassistenten näher.
Am nächsten Tag dann
versammelte man sich beim DLRG-Haus zwischen ATT und Hallenbad unter Leitung
des ersten DLRG-Vorsitzenden Klaus Dimpfl schleppte ein Teil der Gruppe drei
Kanus samt Ausrüstung zur Chamb, um Sportpraxis im Kanufahren zu erlangen.
Nach kurzer Übungsphase gelang den Dreierbesatzungen bald das Wenden (vor dem
Wehr) und das Flussaufwärtspaddeln. Der andere Teil erhielt währenddessen
durch den zweiten DLRG-Vorsitzenden Winklmüller Theorie zum Ablauf einer
Übungsstunde am, im und auf dem Wasser am Beispiel eines Kinderschwimmkurses,
zur Selbst- und Fremdrettung am, im und auf dem Wasser und elementare Erste
Hilfe vermittelt. Das praktische Anwendungsbeispiel folgte beim Wechsel auf
den Fuß, als nach einer Wasserschlacht ein Kanu kenterte und drei total
durchnässte und drei halbnasse Teilnehmer aus den "Fluten" der
Chamb gezogen werden mussten.

Nach dem sehnlichst erwarteten
Mittagessen (die praktischen Aufgaben förderten gleichzeitig den Appetit)
referierte der ehemalige bsj-Vorsitzende Manfred Simmel über rechtliche
Grundlagen, Aufsichts- und Sorgfaltspflicht.
Bei der folgenden
Erlebnispädagogik in Uli Stöckerls Unterwasserstation erhielten die
Teilnehmer auch Infos über Rhetorik und konnten dann gruppenweise Beginn/
Einleitung einer Exkursion (Begrüßung, Vorstellung, Bekanntgabe von Ziel,
Ablauf etc.), die Durchführung praktischer Übungen und den Abschluss einer
Exkursion (Klären von Fragen, Verabschiedung etc.) in der Rolle eines Leiters
üben.

Foto: Freies Sprechen vor einer
Gruppe - für die Clubassistentenanwärter der bsj kein Problem.
[2. Wochenende]
Furth im Wald (cdk).
Mit vereins- und sportbezogenen
Themen ging die Ausbildung der Clubassistenten durch die Bayerische
Sportjugend (bsj) in die zweite Runde. Suchtprävention im Sportverein,
Öffentlichkeitsarbeit mit modernen Medien und Sportpraxis standen im
Mittelpunkt. Bsj-Kreisvorsitzender Hubert Lauerer eröffnete am Freitagabend
den zweiten Ausbildungsabschnitt mit der Begriffsklärung von Sucht,
Suchttherapie und Suchtprävention. Es gelte zwischen legalen und illegalen
Drogen zu unterscheiden und zunächst auch die Ursachen und Faktoren zu
erforschen, die zur Sucht führen können. Mittels des Projekts "Kinder
stark machen" zeigte Lauerer Wege auf, wie gerade Übungs- und
Sportgruppenleiter suchtpräventiv wirken können.
Alois Schwägerl und Franz
Seidl vom Zollkommissariat Furth im Wald stellten den angehenden Clubassistenten
die ganze Bandbreite der illegalen Drogen (auch neueste Designerdrogen) vor
und lieferten ihnen einen fesselnden Überblick über Herstellung, Konsum,
Auswirkungen und die Funktionsweise des Drogenhandels aus der Praxis ihrer
täglichen Arbeit. Mit großem Interesse verfolgten die Jugendlichen die
Ausführungen der beiden Experten.
Am Samstagvormittag referierte
Josef Blasini in der Hauptschule Furth im Wald zu Planung und Organisation
einer Jugendveranstaltung im Sportverein und leitete dann die PC-Schulung.
Zunächst nannte er Zahlen, Statistiken und Fakten über das Internet und
seine Nutzung, ehe man über die Betrachtung von verschiedenen
Vereinshomepages des Landkreises und der bsj-Site grundlegende Überlegungen
zur Öffentlichkeitsarbeit der Vereine anstellte und dann in die praktischen
Übungen einstieg. Die Teilnehmer erstellten selbst eine Ausschreibung zu
einem Sportereignis mit Hilfe von Programmen wie Word, Power Point oder
Frontpage mit abschließender eingehender Wertung.

Nach dem Mittagessen sorgte
Christian Gabriel mit Jonglage und Partnerakrobatik für Bewegung und
Gemeinschaftserlebnisse. Jonglieren mit Bällen und Keulen, Umgang mit dem
Diabolo und Einrad und schließlich Akrobatik mit einem oder mehreren Partnern
mit z.B. Figuren wie Stuhl, Bank oder Pyramide sorgten bei den Teilnehmern
für Abwechslung und Freude.

Am Ende des Lehrgangs überreichten Hubert
Lauerer und Josef Blasini die Urkunden, Clubassistentenausweise und -T-Shirts
und wünschten den jungen Mitarbeitern viel Erfolg draußen in ihren Vereinen.

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